[Workshop] Colorieren mit Ari mit Albrecht Dürer Stiften


Was benötigt ihr dazu?

Einen Stempel … wer hätte das gedacht?
Wasserfeste!!!!!! Stempelfarbe … ganz wichtig. Ich verwende dafür am liebsten das Stempelkissen von Ranger – Archival Ink und bin damit sehr, sehr zufrieden.
Gutes Papier … ich verwende mittlerweile nur noch Karteikarten aus dem Künstlerbedarf, sind zum einen recht günstig, habe eine sehr glatte Oberfläche und eignen sich hervorragend zum Stempeln und auch colorieren.
Als Stifte verwende ich ja die Faber-Castell Albrecht Dürer Aquarellstifte … mit anderen wird es jedoch beinahe genau so gut funktionieren.
Dann gute Pinsel, alternativ diese Wassertankpinsel wobei ich mit denen keinerlei Erfahrung habe und auch nicht weiss in wie weit man da die Wassermenge beeinflussen kann. Ich persönlich bevorzuge lieber Pinsel da ich damit direkten Einfluss auf die Wassermenge habe und wenn es mal zu viel sein sollte etwas abstreifen kann. Meist verwende ich die guten Rotmarderhaar- oder solche mit künstlichen Haaren – KEINE Borstenpinsel, die sind zu hart und rauhen das Papier an – sondern schon gute Künstlerpinsel für Aquarell oder Acrylmalerei.
Wasser … sollte klar sein  und eventuell noch ein Stück Küchenpapier zum abwischen, wobei ich da in der Regel an den Fingern abwische.

Für mein Beispiel habe ich einen recht schlichten Stempel von LaBlanche verwendet, der mir aber sehr gut gefallen hatte und nun endlich auch mal zum Einsatz kommt.

Es gibt ja im Grunde 2 Arten wie man colorieren kann … sprich Ausmalen. Entweder man malt einen Stempel schön fein säuberlich aus, sprich die gesamte Fläche wird in einer Farbe angemalt ODER man versucht seinem Stempel etwas mehr Tiefe zu geben in dem man mit Verläufen arbeitet. Zweiteres bevorzuge ich und wie ich das anstelle versuche ich euch jetzt mal zu erklären.

Bei meinem Beispiel fange ich mit den Blüten an (damit ihr es vielleicht genau nachvollziehen könnt habe ich jeweils den Dürer Stift dazu gelegt damit ihr die Farbe sehen könnt). Dabei bringe ich nur am Rand und am Blütenstempel etwas Farbe auf da ich ja den Rest des Blütenblattes heller haben möchte.

Wie dieser Effekt dann rüber kommt seht ihr schon mal hier:

Doch wie erreiche ich das? Eigentlich ganz einfach und die nächsten beiden Bilder zeigen es hoffentlich auch deutlich. Ich halte den Pinsel flacher und lasse nur die Pinselspitze die aufgetragene Farbe mit etwas Wasser vermalen. Dadurch nimmt der Pinsel Farbe auf und im hinteren Bereich der Haare wird es weniger wodurch ich meinen Verlauf erreiche. Wichtig ist in so einem Fall, dass man von 2 Seiten arbeitet. Zuerst den Blütenrand, dann das Blatt drehen und von der Mitte heraus das gleiche noch einmal. Bei den Albrecht Dürer Stiften brauche ich auch kaum Wasser, da sie so hoch pigmentiert sind und sehr weich auf dem Papier liegen, dass die Farbe sofort auf die kleineste Menge Wasser reagiert.


Jetzt sind die grünen Blätter an der Reihe. Hier lege ich erst mal die Mitte der Blätter mit einem gelblichen, helleren Grün an. Vermalt wird in diesem Fall aus der Mitte heraus.


Nun folgt der Schmetterling. Hier möchte ich besonders viel Tiefe rein bringen und male nur die Ränder der äusseren Flügel mit einem dunklen Blau aus, dass widerum von 2 Seiten vermalt wird. Wenn man dabei ein bisschen in die Punkte kommt macht das wenig, Aquarellfarben sind lasierend und lassen sich auch im Nachhinein gut mit anderen vermalen.


Das gleiche Spiel mit den restlichen Teilen des Schmetterlings.



Nun wäre ja unser Stempel schon mal soweit ausgemalt und man könnte ihn sogar fast als Fertig bezeichnen.

Aber kommen wir nun noch zu ein paar kleinen Details, die das ganze noch etwas lebendiger machen.

Fangen wir mit den grünen Blättern an. Mir fehlt noch ein richtiges sattes, dunkles Grün von daher musste ich mich erst mal mit diesen hier behelfen. Die Farbe wird nur am Blattrand aufgetragen und jetzt wieder von Aussen nach Innen vermalt damit von meinem hellen Grün noch etwas zu sehen ist und das Blatt somit Tiefe bekommt bzw. es den Anschein einer Wölbung hat.

Wie das aussieht – wie gesagt das Grün aussen sollte etwas dunkler sein – sieht man hier schon und ich habe auch schon dem Blütenblättern 2 weitere Farben in der Mitte gegeben. Aquarellfarben lassen sich hervorragend untereinander vermischen, vor allem beim Vermalen und ich die Blüten etwas leuchtender haben wollte bekamen sie nur in der Mitte etwas Orange und Gelb.

Vermalt werden die beiden Farbtönen nun auch nur in der Mitte, in kreisenden Bewegungen … sieht man hier schon bei der obenen linken Blüte.

Nun ist noch der Schmetterling an der Reihe. Seine äusseren Kanten möchte ich etwas mehr betonen und trage dafür nochmal mein Blau und ein kleines bisschen Schwarz auf. Allerdings mit Schwarz aufpassen!!! Im Gegensatz zu den meisten Aquarelltönen, die ja eher transparent oder lasierend sind, ist Schwarz eine eher deckende Farbe. Wieder mit weinig Wasser vorsichtig vermalen und mit ganz leichtem Druck auf die Pinselspitze die aufgenommene Farbe am Rand sanft verteilen.

Und damit wäre ich mit meinem Stempel zufrieden und kann ihn demnächst auf einer Karte oder ähnlichem verarbeiten ja


Ich hoffe ihr konntet mit meinem Erklärungen etwas anfangen, wenn nicht einfach nachfragen.

Viel Spass mein ausprobieren!

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Workshop Topfuntersetzer Teil 2


So, nun habe ich meinen Topfuntersetzer gesägt und geschliffen. Wie das Ganze bei mir aussieht und abläuft seht ihr in den nächsten Bildern.

Es empfiehlt sich die kleinsten Bögen zuerst zu sägen, wie man oben im Bild sehen kann. Ich hatte dann den äussersten Ring begonnen zu sägen damit mein Werkstück kleiner wurde, vielleicht sollte ich mir doch mal den Werkstückniederhalter für meine Hegner holen 😀

Ansich brauche ich den eigentlich nicht doch bei solch starken und vor allem harten Material wäre es sicherlich kein Fehler. Im nächsten Bild eine Nahaufnahme von dem Sägeblatt, dass ich für die Untersetzer verwende.

Wenn nun alle Teile gesägt sind geht es an die leidige Arbeit des Schleifens. Alle Kanten der Einzelteile sollten nun abgerundet werden. Früher hatte man als Maler gelernt, dass man Kanten deshalb bricht (sprich man rundet sie ab) damit die Farbe bzw. der Lack einen besseren Halt bekommt. Ihr kennt das vielleicht von irgendwelchen Möbelstücken wenn sie exakte Kanten haben, dass darauf nie lange eine Farbe hält. In unserem Fall hat das nun wenig damit zu tun weil der Untersetzer am Ende „nur“ geölt wird. Aber abgerundete Kanten sehen bei solchen Objekten schöner aus und fühlen sich angenehmer an.

Hier die noch ungeschliffenen Einzelteile meines Untersetzers. Achtet immer darauf, dass ihr die Reihenfolge der Teile einbehaltet und die gleiche Seite nach oben zeigt. Die Einzelteile müssen am Ende wieder exakt zusammen passen ansonsten funktioniert das zusammen klappen nicht richtig.

Kanten brechen kann man nun auf verschiedene Weise. Entweder zuerst mit einem etwas gröberen Schleifpapier (80er Körnung z.B.) oder mit einem Dremel mit Schleifaufsatz. Ich hatte letzteres verwendet und damit mehr oder weniger grob erst einmal alle Kanten gebrochen.

Bei beiden Methoden muss man jedoch mit einem feineren Schleifpapier nacharbeiten. Mit einem gröberen Schleifpapier bekommt man gerne Rillen in Holz, die man ausgleichen sollte, sieht sonst einfach nicht schön aus. Und mit dem Dremel (ich habe da allerdings keinen echten Dremel sondern etwas ähnliches) gibt es kleine Kanten. Ich habe als feines Schleifpapier eines mit einer 150er Körnung verwendet und alle Kanten schön rund geschliffen.

Auf eines sollte man in jedem Fall noch achten. Wenn ihr die Flächen schleift immer in Richtung der Holzmaserung. Das ist bei manchen Hölzern nicht unbedingt leicht zu sehen, wie bei meinem Birkenholz aber mit etwas Übung sieht man es auch dort. Wenn ihr quer zur Maserung schleift ergibt das unschöne Schleifspuren im Holz, die man nach dem Ölen umso stärker sehen kann.

Und hier noch eine Detailaufnahme der geschliffenen Einzelteile.

Die Tage geht es dann weiter. Dann beschäftigen wir uns mit dem Bohren für die Gewindestange und dem Zusammenbau.

Workshop Topfuntersetzer Teil 1


Ich hatte es ja neulich im Bastelforum.de schon mal angekündigt und hier ist er nun. Der erste Teil von meinem Workshop für einen genialen Topfuntersetzer, der einfach zu basteln ist und auch noch nützlich.

Hier im ersten Teil geht es nun um die Vorbereitung und was man an Material benötigt.

Werkzeuge und Materialien:

  • Bleistift, Zirkel, Geodreieck
  • Birke Multiplex Platte mit mind. 12 mm Stärke, Grösse ist davon abhängig wie gross der Untersetzer werden soll (von einer dicken Sperrholzplatte rate ich hier ab weil das Holz zu weich ist, eine Multiplex Platte ist zudem wasserfest verleimt und eignet sich daher sehr gut für diese Arbeit)
  • Ein Stück Alurohr (6 mm stark und sollte mind. 6 cm lang sein), eine Gewindestange mit 3 mm Stärke, die Länge ist von der Grösse des Untersetzers abhänig und 2 Gewindekappen M3
  • Feinschnittsäge oder Dekupiersäge oder Stichsäge
  • Schleifpapier mit 100er und 150er Körnung und etwas Speiseöl
  • Holzbohrer mit 4 mm, Bohrmaschine oder Standbohrmaschine (letztere ist empfehlenswert)

Eine Seite sollte eine absolut gerade Kante haben von der ihr nun ausgeht. Paralell dazu wird eine Linie mit 8 mm Abstand gezogen und die Mitte der Platte markiert. Nun wird der Zirkel auf 3 cm Radius eingestellt und von der angezeichneten Mitte der 1. Halbkreis gezogen. Für jeden weiteren Halbkreis fügt man dann 2 cm zu den 3 cm dazu. In meinem Beispiel bin ich bis 11 cm Radius gegangen was am Ende einen Untersetzer mit 22 cm Durchmesser ergibt.

Bei der Verwendung von eine Feinschnitt- oder Dekupiersäge keine handelsüblichen Laubsägeblätter verwenden weil sie zu dünn sind. Für meine Hegner Multicut-2S habe ich stärkere Sägeblätter, die von Hegner als „Marketerie“ Sägeblätter bezeichnet werden. Der Grund wieso man hier ein stärkeres Sägeblatt verwenden sollte: Ein normales Laubsägeblatt sägt nur einen sehr dünnen Spalt zwischen die einzelnen Halbkreise aber da man den Untersetzer am Ende zusammen klappen kann muss dieser Abstand grösser werden. Wer gut und sicher mit einer Stichsäge umgehen kann hat dieses Problem natürlich nicht, allerdings ist es mit einer Stichsäge nicht einfach saubere Halbkreise auszusägen.

Jetzt werden alle Teile sauber ausgesägt und darauf achten, dass die 8 mm unten wirklich gerade sind. Wie das Ganze dann weiter geht zeige ich euch in den nächsten Tagen in Teil 2 🙂

Viel Spass und Erfolg beim Einkaufen der Materialien.